Kindernachmittag zu Martin Luther

Am 31. Oktober haben wir den Reformationstag gefeiert. Aber was war da noch mal genau gewesen?

Zusammen mit den Kindergottesdienstkindern sind wir dieser Frage nach­gegangen.

Zu Beginn haben wir in einem Anspiel Szenen aus der Geschichte gese­hen, die die Welt verändert hat: die Lebensgeschichte von Martin Luther.

Was Luther alles erlebt hat und wie es zum Reformationstag kam, kön­nen Ihnen nun die Kindergottesdienstkinder erzählen. Auch wie die Men­schen damals im Alltag gelebt haben.

Anschließend haben wir selbst Butter hergestellt. Das ist gar nicht so ein­fach, vor allem muss man kräftig und lange schütteln. Wem also am nächsten Tag die Arme schwer waren, wusste, was er am Tag zuvor ge­macht hat. Jeder konnte dann sein eigenes Butterstück mit nach Hause nehmen und aufs Brot schmieren. Die Butter aufs Brot schmieren - für uns heute selbstverständlich - war damals zu Luthers Zeiten gerade neu aufgekommen und hat sich bis heute in unsere Zeit fortgesetzt.

Aber Martin Luther hat sich natürlich nicht nur von Butterbrot ernährt. Also haben wir auch zusammen gebacken: Flammkuchen mit Schmand, Zwie­beln und Speck.

Während der Flammkuchen im Ofen gebacken hat,haben wir Bilder mit Samen gemacht. Als Vorlage diente uns die Lutherrose, die Luther selbst auch immer wieder als sein Zeichen verwendet hat. Die Lutherrose haben wir mit Mais, Linsen, Erbsen, Mohn, Bohnen und vielen anderen Samen buntgestaltet.

Zum Abschluss haben wir uns dann unseren Flammkuchen schmecken lassen und haben als Luther-Experten denHeimweg angetreten.

 

Liesa Röder

 

Abschied und Neuanfang - ein Gottesdienst für zwei "FSJlerinnen" 

„Der Staffelstab wird weitergegeben.“ Mit diesem Bild aus dem sportlichen Bereich begrüßte Pfr. Michael Kohlbacher Gemeinde und Gäste zum Gottesdienst am 1.September. Unsere bisherige Mitarbeiterin im freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) Katrin Schnell wurde an diesem Sonntag feierlich verabschiedet, während „dieNeue“ Liesa Röder in ihren Dienst beim CVJM Sinn eingeführt wurde. Außer den Familienangehörigen der beiden Geehrten waren auch die CVJM-Kreissekretäre Holger Gerhard und Kerstin Möller sowie weitere Mitglieder des Kreisvorstandes der Einladung nach Sinn gefolgt.

Der CVJM-Vorsitzende Wolfgang Wörner bedankte sich in seiner Ansprache bei Katrin für ein von stets guter und fruchtbarer Zusammenarbeit geprägtes Jahr mit vielen bleibenden Erlebnissen. Dabei wurden einzelne Stationen ihres Wirkens noch einmal anhand einiger prägnanter Fotos in Erinnerung gebracht. Anschließend hieß er Liesa beim Sinner CVJM herzlich willkommen und versprach ihr eine freundliche und umfassende Unter-stützung durch die Mitarbeiter und den Vorstand. In einem kurzen Interview verriet Liesa den Gottesdienstbesuchern einiges über sich, ihre künftigen Aufgaben und ihre persönlichen Erwartungen an das freiwillige soziale Jahr.

Holger Gerhard überbrachte die Grüße des Kreisverbandes und wünschte Katrin viel Freude und Erfolg bei ihrer Ausbildung am CVJM-Kolleg in Kassel, wohin sie bereits in wenigen Tagen umziehen wird. Außerdem freute er sich, dass die FSJ-Stelle nicht unbesetzt geblieben sei und versicherte Liesa, er stehe als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen jeglicher Art für sie immer gerne zur Verfügung.

Danach wurde Katrin Schnell für ihren weiteren Lebensweg und Liesa Röder für ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Sinn Gottes Segen zugesprochen. Nach der Predigt, in der Pfr. Kohlbacher unter Bezug auf Psalm 25 und die Jahreslosung für 2013 über Weisung und Beistand Gottes beim Beschreiten neuer Wege sprach, trugen Holger Gerhard, Mitarbeiterinnen unseres CVJM sowie Kinder aus der Jungschar persönlich formulierte Fürbitten vor.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde zu einem kleinen Empfang mit Kaffee und Kuchen auf die Orgelempore der Kirche geladen. Hier gab es ausreichend Gelegenheit, sich sowohl von Katrin zu verabschieden, als auch Liesa zu begrüßen und kennen zu lernen. Die entspannte Atmosphäre trug sicherlich auch dazu bei, dass im informellen Gespräch aller Beteiligten nebenbei auch die Frage geklärt werden konnte, auf welche Weise Liesa ohne eigenes Auto von ihrem Wohnort zu ihren wechselnden Dienstorten gelangen wird.

Wir wünschen Katrin einen guten Start am CVJM-Kolleg in Kassel und Liesa ein spannendes Jahr in Sinn.

Ich jage nach dem vorgesteckten Ziel,dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Paulus,Brief nach Philippi 3.14)

 

Dr. Wolfgang Wörner

 

Tauferinnerungs(kinder)gottesdienst 

Erinnert man sich eigentlich noch an seine eigene Taufe? War die als Baby oder als man doch schonälter war?

Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr am 25. August 2013 wieder ein Familiengottesdienst zur Tauferinnerung statt, der mit integriertem Kindergottesdienst im Gemeindehaus verbunden wurde.

Dieses Jahr allerdings mit einer Besonderheit, nämlich dass im TaufERINNERUNGSgottesdienstauch Taufen stattfanden. Zum einen wurde ein Säugling, zum anderen ein 10-jähriger Junge getauft. Nach der Taufzeremonie, die die Kinder miterleben und ihr Wissen mit einbringen konnten, ging es für die Kinder ins Gemeindehaus. Dort hörten sie die spannende Geschichte über den Mann, der Jesus getauft hat: Johannes „der Täufer". Dabei konnten sie sogar mitspielen.

Zum Abschluss des Vormittages gab es Kaffee und Kuchen für alle Kinder, ihre Eltern und alle anderen Gottesdienstbesucher. Als „Give-Away", also als kleines Geschenk zur Erinnerung, bekamen alle eine ganz besondere Wasserflasche mit nach Hause: Taufwasser mit dem Bibelwort Du bist meinlieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen (Mk. 1,11)

 

KatrinSchnell & Birgit Wörner

     

Ferienpassaktion des CVJM 

"Action, Spiel und Spaß" unter diesem Motto stand auch in diesem Jahr der Nachmittag für alle Ferienpasskinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren.

Am 11. Juli fing der Nachmittag für 22 Kinder und 3 Mitarbeiter mit Kennlernspielen, wie z.B. das „Kennlernbingo" an. Weiter ging es mit einem Geländespiel „Das große Möbelauftreiben". Dafür wurden die Kinder in kleine Gruppen aufgeteilt; ihre Aufgabe war es, durch geschicktes Tauschen der Karten mit anderen Gruppen oder durch Erledigen verschiedener lustiger und zum Teil kniffliger Aufgaben, Inventar für Wohnungen, Villen oder einen einfachen Wohnwagen aus Lego zu erspielen. Dafür gab es dann Punkte.

Nach einem erfolgreichen Spiel, in dem eine Gruppe einen deutlichen Vorsprung vor den anderen erzielte, gab es dann noch einen Snack, bevor alle Kinder gegen 17 Uhr von ihren Eltern wiederabgeholt wurden. Vielleicht werden ja dann nächstes Jahr die Möbel nicht nur aufgetrieben, sondern auch verkauft - wer weiß?!

   

KatrinSchnell & Birgit Wörner

 

Kanutour auf der Lahn 

Etwas mulmig war uns bei dem Gedanken schon, den ganzen Tag bei Regen im Kanu zu verbringen. Aber dennoch haben wir uns am Morgen des 29. Juni, mit einer kleinen Gruppe von neun Personen, auf den Weg nach Weilburg gemacht, um unsere lang geplante Kanutour zu starten.

Bevor es richtig los ging bakamen wir erst mal eine kurze Einweisung, wie wir uns sowohl auf dem Wasser als auch am Ufer zu verhalten hatten, wie man die Schleusen bedient und wo man an Land gehen darf. Dann nahmen wir unsere Kanus in Empfang, und nachdem alle Rucksäcke und Taschen in den wasserdichten Packtonnen bzw. in Plastiksäcken verstaut waren, mussten wir die Kanus noch zur Bootsanlegestelle tragen. Kaum saßen wir in den Booten hörte der Regen auf und es sollte ein sehr schöner Tag werden.

Gleich am Anfang der Tour ging es in den 195m langen Weilburger Schifffahrtstunnel. Dies ist der einzige heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland. Direkt im Anschluss mussten wir eine Doppelschleuse passieren, bei der ein Höhenunterschied von 4,65m überwunden wird. In den Schleusen waren teilweise bis zu 40 Kanus, aber auf den Strecken dazwischen verteilte sich die Menge und von den anderen Gruppen war nichts mehr zu sehen.

Vom Wasser aus konnten wir die Landschaft mal von einer ganz anderen Seite genießen. Es gab viele verschiedene Tiere zusehen - u.a. Schwähne, Fische, Enten mit ihren Jungen und Fischreiher. 

Nach ca. 5 Stunden reiner Paddelzeit und 22 Flusskilometern erreichten wir um 17:00 Uhr unser Ziel Villmar. Nachdem wir die Boote aus dem Wasser geholt und an Land abgelegt hatten, belohnten wir uns mit einem leckeren Eis. Dann ging es zum Bahnhof und wir fuhren mit der Lahntalbahn zurück nach Weilburg.

 

Nora Sauermann & Nuria Sauermann

  

Endlich Frühling?!! 

Kennen Sie einen Sämann namens Otto? Nein? Dann fragen Sie doch mal eines der

8 Kinder, die am 27. April den Kindergottesdienst besucht haben.

Von 14:30-16:30 Uhr wurde zusammen mit den Mitarbeitern das Thema Frühling behandelt - auch wenn es draußen so gar nicht danach aussah. Als Grundlage diente die Geschichte des Sämanns, dessen Saat auf Dornen, steinigen Boden oder auf fruchtbare Erde fällt - oder diese von Raben gefressen wird; dieser Sämann hieß Otto.

Danach durften die Kinder ihre eigenen Tontöpfe gestalten. Nach Spielen, wie Blumenbeet statt Obstsalat, und einem super Essen, sprich zum Ende, konnten die Kinder sogar den Topf direkt mit einer Blumenzwiebel bepflanzen, den sie dann auch mit nach Hause nehmen durften. Zuessen gab es Waffeln - das volle Packet; also mit Sahne und Kirschen.

Beim nächsten KiGo sind die Mitarbeiter gespannt darauf, was bisher wohl aus den Pflanzen geworden ist.

 

                                                                                                     Katrin Schnell

 

Missionale 2013 

Wollten Sie schon immer mal zusammen mit einer international bekannten Sängerin und ihrer Band vor über 4000 Menschen auftreten? Männer und Frauen, die sich so etwas zutrauen, hatten dazu am 16. Februar bei der „Missionale" auf dem Kölner Messegelände Gelegenheit. Jeder, der einigermaßen singen konnte oder Lust am Trommeln hatte und ein bisschen Selbstvertrauen mitbrachte, konnte in einem Workshop mit der mittlerweile in Deutschland lebenden britischen Pop-Sängerin Judy Bailey ein Lied für die Abschlussveranstaltung einüben und dann auch zum Besten geben.

Es ist nicht ganz leicht, jemandem einen Eindruck von der „Missionale" zugeben, der selbst noch nie dagewesen ist. Am besten kann man es vielleicht mit einem „kleinen Kirchentag" vergleichen. Es ist keine Veranstaltung nur für Pfarrer und Kirchenvorsteher, sondern auch für jeden gläubigen, engagierten und interessierten Christen eine persönliche Bereicherung: Es gibt einen Gottesdienst, Bibelarbeiten, moderne christliche Musik und Lobpreislieder, Büchertische, Informationsstände christlicher Werke und Einrichtungen, Beratungsangebote zum Gemeindeaufbau, Seminare und Workshops, aber auch die Möglichkeit zur Meditation, zur Begegnung und zum seelsorgerlichen Gespräch. Schließlich findet auch ein Jugendfestival mit vielfältigem Kreativ- und Actionprogramm statt.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung sprach der Leiter der „Missionale" Hans-Hermann Pompe unter Berufung auf 5. Mose 6,1-9 und Markus 12,28-34 darüber, was es heißt, Gott von ganzem Herzen zu lieben, und welche Folgen dashat.

Ein Seminar etwa stand unter der Überschrift „Einfach lebendige Gemeinde sein oder: simplify your church". Warum sollte man seine Kirche vereinfachen, jeder möchte doch eine lebendige Gemeinde? Die beiden Referenten gingen davon aus, dass in zahlreichen Gemeinden auf der ständigen Suche nach neuen Impulsen, unter dem Eindruck von gut gemeinten Konzepten, Methoden und Kongressideen viel zu viel geplant und gemacht wird. Eine Kernaussage des Seminars lautete daher: Eine vitale Gemeinde macht wenig, aber das macht sie gut!

Dies ist eine These, der man grundsätzlich gerne folgen möchte. Dass es bei der Umsetzung in die Praxis vermutlich ganz so einfach dann doch nicht ist, ergab die anschließende Diskussion. So sind durchaus nicht alle Gemeinden mit einer Überfülle von Aktivitäten gesegnet.

Aufschlussreich und anregend waren auch Gespräche am Rande mit Teilnehmern aus anderen Landeskirchen. Wenig überraschend war dabei, dass die Freuden und Nöte von evangelischen Gemeinden aus dem Rheinland und aus Westfalen in der Regel ganz ähnlich aussehen wie bei uns, wenngleich die Rahmenbedingungen sich oft erheblich unterscheiden.

Auch in diesem Jahr war der Sinner CVJM mit einer kleinen aber feinen Gruppe - diesmal per Bahn - nach Köln gereist. Wer beim nächsten Mal mit dabei sein möchte. kann sich die Samstage im Februar 2014 schon mal freihalten - der genaue Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Mit Gottes Hilfe und ein wenig Organisationstalent aller Beteiligten wird uns dann sicher auch wieder ein Reisebus zur Verfügung stehen.

 

 Dr.Wolfgang Wörner