Zeitreise zur Uroma 

Der Bahnsteig ist mit Menschen gefüllt, das Blasorchester spielt die Klassiker der Zeit, Dampf stößt aus allen Ventilen, die Lok hustet rhythmisch vor sich hin und Kinderaugen leuchten ...

Eine Zeitreise in die Zeit der Urgroßeltern, das konnten am 1. November 2015 die Sinner beim CJVM-Tagesausflug mit dem Hessencourrier erleben. Nichts wurde nachgestellt oder nachgebaut. Von den Uniformen der Schaffner, die der Reichsadler ziert, über die 1941 erbaute Lokomotive bis hin zu den Waggons, deren ältester 1894 angefertigt wurde. Alles ist original aus dieser Zeit und dank des Hessencourrier-Vereins in tadellosem Zustand.

Zugfahren als Erlebnis für die ganze Familie. Kein Vergleich zu den modernen Zügen unseres Zeitalters. Für die junge Generation eine Reise in eine Welt der Erzählungen, für die Älteren Erinnerungen der Kindheit. Start des ungewöhnlichen Abenteuers war im Technologiepark Marbachshöhe in Kassel. Durch den Naturpark Habichtswald fahrend, steuerte das ungewöhnliche Gefährt Naumburg an. Während der Fahrt konnten die Passagiere unzählige neugierige Gesichter am Wegesrand entdecken. Für winkende und mit Kameras ausgerüstete Passanten ist dieser Zug selbst im Vorbeifahren eine Attraktion. Das nordhessische Wetter hat sich ebenfalls von seiner besten Seite präsentiert. So konnte man die Aussicht auf weite Wiesen und bunte Wälder genießen, die dank der Sonne in den prächtigsten Herbstfarben strahlten.  

Im Zielbahnhof angekommen, hatte man nun die Möglichkeit, mit einer historischen Führung das über 800 Jahre alte Naumburg zu entdecken, das im Bahnhof gelegene Eisenbahnmuseum oder den bekannten Apfelmarkt im Haus des Gastes zu besuchen. Dort konnte man allerlei Handwerkliches entdecken. Von selbst gemachten Likören und Apfelsaftverkostung, den Hessenpralinen und weiterem Naschwerk, über Selbstgestricktes, Naturseifen, Töpferware und Holzarbeiten, bis hin zu umfangreichen Informationen über Apfelsorten und deren Verarbeitung. Für jeden gab es hier die Möglichkeit, sich angenehm zu beschäftigen. Nicht wenige kamen mit vollgepackten Tüten zurück zum Treffpunkt. Nach einer Eispause in der ortsansässigen Eisdiele fuhr der Hessencourrier mit seinen fast 350 Gästen zurück nach Kassel. Doch langweilig wurde die Rückfahrt nicht. Man ließ sich mitreißen in die vergangene Zeit. Einige strickten und tauschten Handarbeitstipps aus, andere übten sich in gemeinsamer Kinderbetreuung. Für Jung und Alt, für Mann und Frau - und sogar für den Hund -, dieser Ausflug war ein Erlebnis für alle.

 

Patrycia Rincker

 

Katharina von Bora - Die Lutherin

Auch in diesem Jahr haben wir vom KiGo-Team wieder gemeinsam mit Kindern den Reformationstag gefeiert.

Reformationstag ... Martin Luther ... klar, darüber haben die KiGo-Kinder in den letzten Jahren immer wieder etwas erfahren.

Aber wer war eigentlich die Frau von Martin Luther?

Darum ging es am 31. Oktober 2015 von 14:30 bis 17:00 Uhr.

Nachdem die Kinder etwas über das Leben der Katharina von Bora gehört haben und nun wissen, dass Katharina nicht nur die Ehefrau Martin Luthers war, sondern auch aus adligem Hause stammte, eine geflohene Nonne, Mutter von 6 Kindern, Gärtnerin, Bäuerin, Wirtschafterin, Imkerin und auch Bierbrauerin war, haben die Kinder 4 Stationen aus Katharinas Leben gemalt und daraus ein Plakat gebastelt.

Gemeinsam haben wir eine Gemüsesuppe mit Zutaten gekocht, die Katharina sicherlich auch in ihrem Gemüsegarten hatte.

Katharina war es auch sehr wichtig, den Menschen biblische Geschichten zu erzählen. Daran haben wir uns ein Beispiel genommen und gemeinsam das Gleichnis vom verlorenen Sohn gehört.

Nachdem wir eine Runde "Gemüse-Memory" und "Linsen-Transport" gespielt hatten, haben wir uns noch mit einem Teller leckerer Gemüsesuppe gestärkt.

 

Janina Sauermann  

 

CVJM-Radtour am 25. April auf dem Hessischen Fernradweg R7 Richtung Marburg

Ab 8.30 Uhr trudelten sechs Radlerinnen am Bahnhof in Sinn ein und zwei weitere saßen schon im Fahrradabteil des Regionalzuges.

Kurz nach 9 Uhr stiegen wir alle in Wetzlar-Dutenhofen aus dem Zug und rauf auf unseren Sattel.
Schon nach 5 Minuten erreichten wir im Naturschutzgebiet Lahnaue das bewohnte Storchennest und einige konnten sogar die Fütterung des Jungvogels beobachten.

Wir durchfuhren den alten Dorfkern von Heuchelheim und waren nach 30 Minuten schon in Gießen, wo eine Mitradlerin zu uns stieß. Weiter auf dem R7 durchfuhren wir das renaturierte Gleiberger Land und machten in Wißmar nach einer Stunde Fahrzeit und 15 km unsere erste Pause. Die ganze Fahrt war begleitet vom Gesang der Nachtigallen, Zilpzalpe und vielen anderen heimischen Vögeln.

Das Lahntal wurde offener; wir radelten vorbei an Streuobstwiesen, Äckern und Feuchtgebieten und durchfuhren mehrere kleine Dörfer.

In Roth wurden wir schon erwartet. Die Führung in der kleinen Landsynagoge wurde von einer sehr engagierten Frau des Arbeitskreises Landsynagoge Roth e.V. gehalten. Wir waren sehr berührt von den Berichten über die Jüdische Gemeinde, über persönliche Schicksale und heute bestehende Kontakte zu noch lebenden Familienmitgliedern.  www.landsynagoge-roth.de

Nach einer längeren Mittagspause am nahen "Alten Wehr" (Informationen: www.umweltpiraten.de) waren wir gestärkt und machten auf unserm Rückweg halt an einem Hofladen der besonderen Art. Wir deckten uns ein mit Produkten aus der Region, die sich in gekühlten Automatenfächern verbargen. www.huehnermobil.de

Auf dem Rückweg liefen unsere Räder dann fast wie von alleine. Leider kam es noch zu einem Unfall, bei dem aber glücklicherweise doch weniger passierte als erst angenommen. Am Ende hatten wir sogar alle noch sehr viel Spaß, als jemand auf die Idee kam, nach den frisch gekauften Eiern in der Lenkertasche des verunglückten Rades zu schauen ....

Im Bootshaus wartete ein reservierter Tisch auf uns und wir konnten den Tag bei einem leckeren Essen ausklingen lassen.

Bis zum Hauptbahnhof radelten wir mit vollen Bäuchen dann nur noch 10 Minuten und landeten müde und zufrieden nach einem langen Tag wieder gut in Sinn. Auch das Wetter hatte mitgespielt. Einen Regenschauer auf dem Rückweg hatten wir abbekommen, aber das fiel nicht ins Gewicht und wir waren ja auch alle neun gut ausgerüstet mit Regensachen oder Ersatzkleidung.

Allen hat diese Tour viel Spaß gemacht.

Unglaubliche 60 km standen am Ende des Tages doch tatsächlich auf dem Tacho.

 

Christine Gerth 

Ferienpass 2015 

Damit auch diese Sommerferien nicht zu langweilig wurden, gab es am 15. August für 14 quirlige Ferienpasskinder wieder einen Spielenachmittag.

Für die 7-12 Jährigen hatten die Mitarbeiter des CVJM-Sinn Spielstationen (Wassertransport, Gegenstände erraten, Pantomime, Tabu, Staffellauf, Quiz) vorbereitet, bei denen alle Kinder in Gruppen gegeneinander antraten und mit viel Freude und Spaß bei schönem Sommerwetter um einen Preis kämpften.